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Ausstellungsarchiv

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2019
Die Sammlung Moderne + + + Expanded _ PLUS + + +

26. November 2019 – 31. Oktober 2021

Ein großformatiges Gemälde und Farblithografien der Malerin Katharina Grosse, eine Fotografie des Times-Square in New York von Thomas Struth, die Siebdruckserie „Grace Kelly“ von Imi Knoebel, Druckgrafiken des US-amerikanischen Künstlers Sol LeWitt und eine Resopalgravur von Josef Albers ergänzen seit November 2019 Werkgruppen des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst der Kunstsammlungen der RUB auf dem Campus. Die Dauerleihgaben des Landes NRW (der Stiftung „Kunst im Landesbesitz“) werden im Dialog mit Werken aus dem Bestand der hochkarätigen Sammlung gezeigt. Die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst mit Werken von Künstler*innen wie Josef Albers, Alberto Giacometti, Katharina Grosse, Candida Höfer, Robert Indiana, Donald Judd, Bruce Nauman, Richard Serra, Frank Stella, Gerhard Richter, Cy Twombly, Franz Erhard Walther u.a. wurde seit ihrer Gründung 1967 kontinuierlich ausgebaut. Veranschaulichen die Gründungsschenkung Albert Schulze Vellinghausens und Erwerbungen der 1970er- und 1980er-Jahre Tendenzen der gestisch-abstrakten und konstruktiv-konkreten Kunst der Nachkriegsmoderne, so repräsentieren Zugänge in den 1990er- und den beginnenden 2000er- Jahren, Arbeiten von Bruce Nauman, Donald Judd, Gerhard Richter, Christian Boltanski, Jochen Gerz, Bernd und Hilla Becher sowie ihrer Schüler*innen, die Kunst im Anschluss an die Minimal und Conceptual Art, an Pop Art und die neue Bedeutung von Fotografie seit den 1980er-Jahren. Ausstellungen mit Werken, Installationen und Interventionen zeitgenössischer Künstler*innen reflektierten und kommentierten die Sammlung seither auf unterschiedliche Weise. Schenkungen und Neuerwerbungen im Anschluss an die Ausstellungen haben das Museum moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der RUB kontinuierlich in die Gegenwart fortgeschrieben. Objekte, Gemälde, Installationen, Fotografien und Videos von Franz Erhard Walther, Katharina Grosse, Mischa Kuball, Philipp Goldbach, Elisabeth Neudörfl, Susanne Weirich sowie Lars Breuer und Sebastian Freytag gingen in den Bestand ein. Sie haben aktuelle Fragestellungen an die Sammlung herangetragen und sie so neu akzentuiert. Weitere Zugänge haben Werkgruppen deutlicher ins Bewusstsein gerückt. Das gilt auch für die dem Museum überlassenen Dauerleihgaben des Landes. Sie schlagen den Bogen von der Nachkriegsmoderne bis zur Gegenwart, schärfen so das Profil der Sammlung und machen die Aktualität der Sammlung Moderne anschaulich sichtbar.

Sol LeWitt, Forms Derived from a Cubic Rectangle, 1990, © Stiftung Kunst im Landesbesitz, Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Sol LeWitt, Forms Derived from a Cubic Rectangle, 1990, © Stiftung Kunst im Landesbesitz, Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020


post_minimal conceptual_now

23. Mai – 20. Oktober 2019
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst
im Museum unter Tage

Künstler*innen der (Post-)Minimal und Conceptual Art haben in den 1960er- und 1970er-Jahre den Kunstdiskurs der Nachkriegsmoderne nachhaltig verändert und mit neuen Vorstellungen von Objekthaftigkeit und Raum tradierte Konzepte von Autorschaft, Werk und Rezeption transformiert. Die zeitgenössische Kunst greift damit verbundene Fragestellungen auf, sie fragt nach deren Aktualität und erprobt neue Lektüren. Stehen Werke von Donald Judd, Sol LeWitt, Bruce Nauman, Adrian Piper und Timm Ulrichs exemplarisch für eine auf die Umbrüche in den 1960er- und 1970er-Jahren antwortende Kunst, so zeigen zeitgenössische Künstler*innen, die ihre Bildsprache im Wissen um diese Avantgarden entwickelt haben, wie Kunst heute die Herausforderungen der 1960er- und 1970er-Jahre umschreibt und einst ausgegrenzte Semantiken integriert. Philipp Goldbach, Franka Hörnschemeyer, Guido Münch, Benedikt Terwiel, Wolfgang Winter und Berthold Hoerbelt zeigen anschaulich, wie das auf ganz unterschiedliche Weise geschieht. Die Ausstellung zeigt ihre auch erstmals in situ realisierten Arbeiten und Installationen im Dialog mit Werken der (Post-)Minimal und Conceptual Art. Mit künstlerischen Beiträgen von Philipp Goldbach, Franka Hörnschemeyer, Donald Judd, Sol LeWitt, Adrian Piper, Guido Münch, Bruce Nauman, Benedikt Terwiel, Timm Ulrichs und Winter/Hoerbelt.

Ein Buch zum Thema erscheint 2020 in der „edition metzel“, Verlag Silke Schreiber, München:
post_minimal conceptual_now, hrsg. von Friederike Wappler. Mit Beiträgen von Martina Dobbe, Gerald Schröder, Friederike Wappler.


Die Ausstellung in der Presse:

Trailer, 24.6.2019
Westfälischer Anzeiger, 10.8.2019

Frank Hörnschemeyer, Opak519, 2019

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2018
Kunst & Kohle. SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ]

3. Mai - 16. September 2018
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst im Museum unter Tage

Die Ausstellung „SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ]“, die vom 04. Mai bis 16. Sept. 2018 im Museum unter Tage (MuT) zu sehen war, richtete den Blick auf eine Farbe, die – zum Ende des Steinkohlebergbaus – auf die Schwärze von Kohle anspielt und zugleich Fragen der Darstellbarkeit und Sichtbarkeit in der Kunst seit den 1960er-Jahren bis heute thematisiert. Kunstwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie Wahrnehmung thematisieren und so reflektierbar machen. Das geschieht in besonders radikaler Weise in Werken, die ästhetischen Schein und Illusion konterkarieren. Theodor W. Adorno konstatierte in seiner „Ästhetischen Theorie“: „Radikale Kunst heute heißt so viel wie finstere, von der Grundfarbe schwarz. Viel zeitgenössische Produktion disqualifiziert sich dadurch, dass sie davon keine Notiz nimmt, etwa kindlich sich der Farben freut. Das Ideal des Schwarzen ist inhaltlich einer der tiefsten Impulse von Abstraktion.“ Die Ausstellung geht dieser Haltung nach: Künstler*innen der Postminimal Art und der Konkreten Kunst haben sich in den 1960er- und 1970er-Jahren der Wirklichkeit von Materialien und Erfahrungen im Hier und Jetzt gestellt und dabei auch Kohle oder Ruß verwandt. Son konterkariert Richard Serra mit tiefschwarzen Arbeiten illusionären Schein, Erich Reusch bezieht mit elektrostatischen Kuben Betrachter*innen ein, James Turell spielt mit Nuancen der Farbe und auch Bruce Nauman ruft mit schwarzer und weißer Theaterschminke die Frage nach Sichtbarkeit und ästhetischem Schein auf. Seit den 1990er-Jahren haben sich Künstler*innen auf andere Weise mit Wahrnehmbarkeit und Entzug, Dokumentation und Fiktionalisierung, und der Bedeutung von „Schwarz“ – auch im Kontext von Kunst und Kohle – auseinandergesetzt, so Lars Breuer, Miles Coolidge, Philipp Goldbach, Elisabeth Neudörfl und Susanne Weirich mit konzeptuellen Fotografien, Videos und Installationen, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Die Ausstellung SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ] ist Teil des 17 Kunstmuseen umfassenden Ausstellungsprojekts der RuhrKunstMuseen „Kunst & Kohle“ zum Ende der Steinkohleförderung in Deutschland.

Bücher zum Projekt: SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ]. Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Museum unter Tage, hrsg. von Friederike Wappler, Wienand Verlag, Köln 2018 (Bd. 3 der Reihe „Kunst & Kohle“). // Gesamtherausgabe der Reihe "Kunst & Kohle, 17 Kataloge aller Ausstellungsprojekte der RuhrKunstMuseen: Ferdinand Ullrich und Thomas Hensolt im Auftrag der RuhrKunstMuseen, Wienand Verlag, Köln 2018. 


Die Ausstellung in der Presse:

Ausgewählte Beiträge über die Ausstellung

Ausstellungswebseite der RuhrKunstMuseen

Lars Breuer, Fremd bin ich eingezogen, 2018 und Philipp Goldbach, Sheet Films, 2012

Logoleiste Kunst und Kohle


DIE SAMMLUNG MODERNE + + + EXPANDED + + +

29. November 2018 - 10. November 2019


Eine Schenkung des Privatsammlers und Kunstkritikers Albert Schulze Vellinghausen legte 1967 den Grundstock der Sammlung Moderne der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Eine Stiftung des Zeitungsverlegers Paul Dierichs ermöglichte bereits kurz nach der Eröffnung des Museums auf dem Campus der Universität 1975 den Ankauf hochkarätiger Skulpturen und Objekte. Seither ist die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst mit Werken von Künstler*innen wie Josef Albers, Christian Boltanski, Alberto Giacometti, Andreas Gursky, Candida Höfer, Robert Indiana, Donald Judd, Bruce Nauman, Thomas Ruff, Richard Serra, Frank Stella, Thomas Struth, Gerhard Richter, James Turrell, Cy Twombly u. a. kontinuierlich erweitert und ausgebaut worden. Die aktuelle Präsentation „Die Sammlung Moderne +++ Expanded +++“ richtet den Blick auf Neuerwerbungen und Schenkungen: Objekte von Franz Erhard Walther, die er vor Ort in situ installiert hat, Gemälde von Katharina Grosse und Lars Breuer, Druckgrafiken von Barbara Grosse, Fotografien von Elisabeth Neudörfl, Videos von Nico Joana Weber und Susanne Weirich sowie konzeptuelle Arbeiten von Sebastian Freytag und Philipp Goldbach. Alle neuen Arbeiten verweisen auf vergangene, die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst reflektierende und kommentierende Ausstellungen. Sie stehen exemplarisch für verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst, erweitern die Sammlung und schreiben sie in die Gegenwart fort.

Nico Joana Weber, Markasit, 2014

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2017
Aufbruch nach 1945. Albert Schulze Vellinghausen und die Künstlergruppe Junger Westen

18. Mai – 1. Oktober 2017

Künstler*innen suchten nach 1945 nach Wegen, um wieder an die historischen Avantgarden anzuknüpfen. Im Ruhrgebiet experimentierten Gustav Deppe, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen, Thomas Grochowiak und Ernst Hermanns, Künstler der Gruppe „junger westen“, mit Formen gestisch-abstrakter und konkret-konstruktiver Kunst. Dabei hat sie der Kunst-, Literatur- und Theaterkritiker, Buchhändler, Übersetzer und Privatsammler Albert Schulze Vellinghausen mit großem Engagement publizistisch begleitet und durch Ankäufe unterstützt. 1905 in Bochum-Werne geboren, war ASV, so das journalistische Kürzel des Publizisten, in besonderer Weise an der kulturellen Entwicklung des Ruhrgebiets interessiert und beteiligt. Sein Einsatz für den Aufbruch nach 1945 betraf insbesondere die Literatur, das Theater und die Bildende Kunst. Er setzte sich für den Anschluss an die Moderne ein und baute eine Kunstsammlung mit Werken der gestisch-abstrakten und konkret-konstruktiven Kunst auf, die auch Werke von Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Hans Werdehausen, Heinrich Siepmann und Fritz Winter enthält. 1967 vermachte er einen großen Teil seiner Sammlung der ersten Universität im Ruhrgebiet, der 1965 gegründeten Ruhr-Universität Bochum (RUB). Seine Schenkung ist ein bedeutender Grundstock der Sammlung Moderne der Kunstsammlungen der RUB, die seit 1975 ihren Ort im Museum auf dem Campus der Universität hat. Die Ausstellung in den Kunstsammlungen widmet sich an diesem Ort der besonderen Beziehung des Kritikers und Sammlers zu der Künstlergruppe "junger westen".

"Aufbruch nach 1945. Alberst Schulze Vellinghausen und die Künstlergruppe Junger Westen" ist Teil eines Ausstellungsprojekts der RuhrKunstMuseen. Sieben Museen haben sich unterschiedlichen Fragestellungen nach der Bedeutung der Künstlergruppe des "jungen westens" gestellt
(Link: https://www.ruhrkunstmuseen.com/de/projekte/junger-westen/)

Katalog zum Ausstellungsprojekt: Junger Westen. Auf dem Weg zur Avantgarde, hrsg. von Ferdinand Ullrich, Hanns-Jürgen Schwalm, Dortmund 2017.
In dem Katalog thematisiert der FAZ-Journalist Andreas Rossmann die Arbeit des Kunstkritikers Albert Schulze Vellinghausen für die FAZ und die Künstlergruppe des "jungen westens". 


Nico Joana Weber. Transitional Regions

4. Mai – 27. August 2017
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst im Museum unter Tage

Nico Joana Weber thematisiert in ihren Videoarbeiten, Fotografien und Installationen von moderner Architektur, landschaftlichen Eingriffen und Rationalität geprägte Regionen. Sie beobachtet, wie sich die Grenzen zwischen Innen und Außen, von Menschen gebauter und geplanter Wirklichkeit und ihrer Umgebung ständig verschieben. Sujets ihrer Arbeiten sind Ikonen der Moderne wie beispielsweise von Le Corbusier und Oscar Niemeyer in Südamerika errichtete Bauten. Sie hat die erste Campusuniversität in Deutschland, die Ruhr-Universität Bochum, filmisch reflektiert und die Wüste New Mexicos, wo 1945 erste Atomwaffentests durchgeführt wurden, in Videos und Fotografien ins Bild gesetzt. Mit ruhigen Einstellungen registriert sie subtile Veränderungen, die sich in länger währenden Zeiträumen ereignen und richtet den Blick auf Prozesse ständiger Neuordnungen. Die Ausstellung führt von der Ruhr-Universität Bochum in die Tropen Südamerikas. Ist im Ruhrgebiet das in der Region gefundene Mineral Markasit Anlass für eine Videoarbeit und Metapher des ständigen Wandels, so zeigen ihre Videos und Fotografien aus Südamerika, wie im tropischen Klima die Grenzziehungen zwischen Architektur und der wuchernden Natur im Dschungel fließend werden. In ihrer Videoinstallation „Land of Enchantment“ und der fotografischen Serie „Painted Desert“, die Nico Joana Weber im Südwesten der USA aufgenommen hat, verdichten sich weit auseinander liegende Zeiten und Ereignisse: die scheinbar zeitlose Wüstenlandschaft New Mexicos, Felsritzungen, die an die erste Bevölkerung der Region erinnern, und Orte, die von technologischen Experimenten zeugen, der Raumfahrt und der ersten Atombombenzündung. Ihre Herangehensweise ist nicht dokumentarisch; vielmehr arbeitet sie aus der Begegnung mit konkreten Orten spezifische visuelle Strategien heraus. Ihre Bilder und Filmsequenzen verschränkt sie in einer künstlerisch reflektierten Bildsprache, so dass die sich wandelnden, von der Moderne geprägten Regionen in einer Weise anschaulich werden, die Alejo Carpentier mit dem Begriff des „wunderbar Wirklichen“ beschrieben hat.

Katalog zur Ausstellung: Nico Joana Weber: Transitional Regions, hrsg. von Friederike Wappler. Mit Aufsätzen von Angela Stercken, Friederike Wappler, Nico Joana Weber und Werkkommentaren von Tibor Krauß, Christina Krinke und Jan-Hendrik Steffan, Köln: StrezleckiBooks, 2019


Weitere Informationen zur Künstlerin und zur Ausstellung:
https://www.nicojoanaweber.com/exhibitions 

Nico Joana Weber, Unstable Landscape, 2016

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2016
philipp goldbach. bound to arrive as intruders

27. Oktober 2016 – 23. April 2017

Eine Ausstellung des Museums moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Philipp Goldbach nutzt Bilder von Bildern als Material für seine künstlerische Arbeit. Kunstgeschichtliche Bildarchive sind ein Ausgangspunkt für seine Installationen, denn im Zeitalter von Digitalisaten sind historisch gewordene Dia-Archive beredte Zeugnisse einer zu Ende gegangenen Epoche. Anders als Henri Cartier-Bresson, der sich als „intruder“ („Eindringling“) beschrieb, um „entscheidende Momente“ der Wirklichkeit mit seiner Kamera festzuhalten, legt Philipp Goldbach in Anspielung auf dessen Haltung die Wirklichkeit von Medien- und kunstgeschichtlichen Bildarchiven aus. Er beobachtet, wie Kunstwerke medial vermittelt betrachtet und analysiert werden. Seit Ende des 19. bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden in kunsthistorischen Lichtbildvorträgen Dias an die Wand projiziert. Heute vermitteln Power-Point-Projektionen, Bildbände und Bildarchive im Internet Kunstwerke. Betrachtet werden Bilder von Bildern. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Museum mit seinen Originalwerken eine besondere Bedeutung. Denn hier können Kunstwerke unmittelbar betrachtet und in ihrer Materialität erfahren werden. Inmitten der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst präsentiert Philipp Goldbach eine Installation, für die er 15.000 Dias aus der Diathek des Kunstgeschichtlichen Instituts als künstlerisches Material nutzt. Er bietet so einen ungewohnten Einblick in 50 Jahre kunstwissenschaftliche Lehre und Forschung in Bochum; zugleich schafft er ein eigenständiges Kunstwerk, das Betrachtern ganz neue Seherfahrungen und Erkenntnisse ermöglicht. Weitere in der Ausstellung gezeigte Arbeiten verdeutlichen, dass Philipp Goldbach erhellende Blicke auf das Bildarchiv der Kunstgeschichte wirft und mit seinen künstlerischen Transformationen etablierte Vorstellungen von Kunst gegen den Strich bürstet. Mit seinen zeitgenössischen Werken legt er scheinbare Gewissheiten offen, deutet sie um und antwortet so ganz gegenwärtig auf aktuelle Fragestellungen in der Kunst und Kunstgeschichte. Auf diese Weise ist die Ausstellung „philipp goldbach. bound to arrive as intruders“ inmitten der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst ein beredetes Reflexionsbild, das zu neuen Blicken auf alt vertraute Werke und so auch zu einen Dialog mit den Originalwerken der Sammlung Moderne anregt.


Katalog: Philipp Goldbach: Bound to arrive as intruder. Mit Beiträgen von Peter Friese, Steffen Siegel, Friederike Wappler, StrzeleckiBooks: Köln 2016


WHAT YOU SEE IS WHAT YOU GET. Kunst seit den 1960er-Jahren aus der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst

17. Mai – 16. Oktober 2016

Eine Ausstellung des Museums moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Künstler*innen suchten in den 1960er-Jahre Wege, um sich vom Illusionismus in der Kunst zu befreien. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit auf das, was faktisch da ist und gesehen werden kann. Frank Stellas Credo: »What you see is what you see« (1964) macht diese Haltung deutlich.
Die Sammlungspräsentation zeigt Werke, die die Betrachter*innen für besondere Wahrnehmungsprozesse sensibilieren. James Turrell schärft mit seinen ›perceptual works‹ den Blick für feine Grau- und Schwarztöne, Robert Mangold spielt mit der Wirkung und dem Zusammenspiel von Farben und feinen, die Farbflächen durchkreuzenden Linien. Alf Lechners Aquatinta-Arbeiten zeigen Konstellationen sich überlagernder geometrischer Flächen und Imi Knoebel arbeitet mit den sogenannten Nichtfarben Schwarz und Weiß, die potentiell alle Farben enthalten.
Donald Judds »Spezifisches Objekt« präsentiert sich als »tatsächlicher Raum« (Judd). Und mit seinen monochromen grauen Bildern zeigt auch der Maler Gerhard Richter, dass seine Bilder vor Augen führen, was sie sind: Flächigkeit reflektierende Malerei.
Mit Arbeiten von Jan Schoonhoven und Adolf Luther, die mit dem wirklichen Licht im Raum spielen, einem Wasserkasten von Hans Haacke, Bandeisen-Skulpturen von Ulrich Rückriem und Werken der ZERO-Gruppe (Günther Uecker, Otto Piene und Hans Mack) werden weitere Schwerpunkte der Sammlung Moderne anschaulich. Sie zielen auf reflektierte Wahrnehmungserfahrungen: What you see is what you get!

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2015
Mischa Kuball. NEW POTT

im German House, New York
4. Dezember 2015 - 31. Januar 2016  

Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Ruhr-Universität Bochum zeigen die Kunstsammlungen der RUB - Museum moderner und zeitgenössischer Kunst - in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), Büro New York, und dem Künstler Mischa Kuball die Ausstellung „Mischa Kuball. NEW POTT“ im German House in New York.
2010 wurde erstmals eine Region zur Europäischen Kulturhauptstadt. Das Ruhrgebiet präsentierte sich als eine polyzentrische Kulturmetropole, als RUHR.2010. Anlässlich dieses Ereignisses lud der Licht- und Medienkünstler Mischa Kuball 100 im Ruhrgebiet lebende Menschen aus 100 verschiedenen Herkunftsländern ein, um an einem partizipatorischen Kunstprojekt teilzunehmen. Mit NEW POTT verwandelte er ihre Wohnungen in öffentliche Bühnen. Dort erzählten sie ihm ihre Lebens- und Migrationsgeschichten. Aus den Aufzeichnungen der 100 Begegnungen konstruierte der Künstler eine multimediale Arbeit. Sie verschafft den vielen Stimmen und sehr persönlichen Erzählungen Gehör und ermöglicht Einblicke in ganz verschiedene, von Migration geprägte interkulturelle Lebensumfelder. Entstanden ist so ein facettenreiches, vielstimmiges Porträt des Ruhrgebiets.

Angesichts der aktuellen Diskussionen zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerber*innen in Europa gewinnt die Arbeit ganz besondere Aktualität. Dieser Auseinandersetzung stellt sich die Ausstellung in New York. Dabei bietet der ›Melting Pot(t)‹ New York einen ganz besonders produktiven Resonanzraum, denn hier ist ein Miteinander von Menschen aus aller Welt ganz selbstverständlich.

Publikation zur Dokumentation der Ausstellung und des Begleitprogramms:
Mischa Kuball: New Pott. 12/4/2015 – 1/31/2016, hrsg. von Friederike Wappler, Kunstsammlungen der RUB, Museum moderner und zeitgenössischer Kunst, Bochum 2017. Mit Beiträgen von Brita Wagner, Axel Schölmerich, Ursula Gather, Peter Rosenbaum, Sarah Heidebroek, Friederike Wappler.

Mischa Kuball, New Pott (Soba do Cristo Toko), 2010


Gestische Abstraktion. Hans-Jürgen Schlieker in _ und die Sammlung Moderne

29. Oktober 2015 – 24. April 2016

Eine Ausstellung des Museums  moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Eine großzügige Schenkung von Claudia Schlieker-Buchup zur Erweiterung der Moderne-Sammlung der Kunstsammlung der RUB war Anlass für eine Ausstellung mit Werken des Malers Hans-Jürgen Schlieker. Hänner Schlieker (1924-2004), wie er auch genannt wird, gehört zu der Generation, die den Zweiten Weltkrieg hautnah erlebte und nach 1945 fragte, wie und ob Deutschland nach den Jahren des Nationalsozialismus wieder and die Vorkriegsavantgarden schließen könne. Diese Zeit, in der in Europa und den USA Künstler mit Möglichkeiten der fortschreitenden Abstraktion experimentierten und Kunsthistoriker Anschlüsse an die Vorkriegsavantgarden versuchten, war für Hans-Jürgen-Schlieker von besonderer Bedeutung. Der Maler, der den Bereich der Bildenden Kunst im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum aufgebaut und bis 1989 geleitet hat, entwickelte in den 1950er und 1960er Jahren seine abstrakt-gestische Bildsprache. 
Die Ausstellung zeigt das der Sammlung zum 50. Geburtstag der RUB überreichte Triptychon "Juni 83/3" (1983) im Kontext ausgewählter Gemälde des Künstlers und weiterer Werke aus den Gründungsjahren der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die anschaulich zeigen, welche Bedeutung die informelle, gestisch-abstrakte Bildsprache für die Entwicklung einer wieder an die Moderne anschließenden Kunst in Deutschland nach 1945 gehabt hat und wie sie den Kunst-Diskurs in Europa und den USA in den Jahren danach geprägt hat. 

Hans-Jürgen Schlieker, Juni 83/3, 1983


Bochumer Scientific Collections. Wissenschaftliche Sammlungen und Archive - live in der Fußgängerzone

1. Oktober bis 7. November 2015
Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

Showroom und Schauraum – 13 wissenschaftliche Sammlungen und Archive der Ruhr-Universität Bochum, des Deutschen Bergbau-Museums und des Archivs für soziale Bewegungen im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets stellen gemeinsam aus.
In ungewohntem Format, an einem öffentlichem Ort – dem Blue Square, im Herzen der Einkaufsmeile Bochums – präsentieren sie erstmals gemeinsam eine Auswahl von faszinierenden Objekten. In einer ungewöhnlichen Ordnung steht Kurioses und Exotisches hier neben Alltäglichem, Bekanntes neben Unbekanntem, Künstlerisches neben Technischem, Unikat neben Massenprodukt. Dieses Kaleidoskop der Dinge macht Spaß und Lust auf die Welt der Sammlungen in Universität und Museum.
Ein kostenloses Lookbook begleitet die Ausstellung.

Weitere Ausstellungen des Projekts unter Einbeziehung der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlung der RUB:
POP UP! Showroom im Deutschen Bergbau-Museum
15. Jan. 2016 - 21. Feb. 2016
Die wissenschaftlichen Sammlungen stellen sich vor
Malakowturm, 5. Nov. 2017 - 25. Feb. 2018

Pop Up Boscol Showroom


+++ COLLECTED +++ PROTECTED +++ EXPERIENCED +++ INTERPRETED +++ STUDIED +++ CLASSIFIED +++ POLITICIZED +++ EXHIBITED +++ DIE SAMMLUNG MODERNER UND ZEITGENÖSSISCHER KUNST DER KUNSTSAMMLUNGEN DER RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM +++ ON DISPLAY +++ 2015

30. April bis 30. August 2015 in den Kunstsammlungen auf dem Campus
30. April bis 23. August 2015 im Kubus von Situation Kunst  
 

50 Jahre nach Gründung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und 40 Jahre nach Eröffnung der Kunstsammlungen der RUB im Gebäude der Universitätsbibliothek wird die seit der ersten, sie ermöglichenden Schenkung Albert Schulze Vellinghausens 1967 kontinuierlich erweiterte Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst erstmals an zwei Orten gleichzeitig präsentiert. Die Ausstellung, die in den Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst auf dem Campus und im Kubus der Situation Kunst stattfindet, macht die Bandbreite und die außerordentliche Qualität der Sammlung anschaulich. Sie führt mit ausgewählten Werken namhafter Künstlerinnen und Künstler Entwicklungstendenzen der Kunst Europas und der USA von 1945 bis heute vor Augen.
Die Sammlungspräsentation in den Kunstsammlungen auf dem Campus richtet den Blick auf die Gründungs-Schenkung von Albert Schulze Vellinghausen und die dank einer Förderung von Paul Dierichs Mitte der 1970er-Jahre ermöglichte Erweiterung. Hier waren Werke von Alberto Giacometti, Richard Serra, Ulrich Rückriem, Günther Uecker, Adolf Luther, Hans Haacke, Otto Piene, Günther Fruhtrunk, Gotthard Graubner u.a. zu sehen. Und im Kubus der Situation Kunst, in direkter Nachbarschaft zur Dauerausstellung von Situation Kunst wurden weitere Schwerpunkte der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst sichtbar: Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Thomas Ruff, Thomas Struth, Candida Höfer, Axel Hütte, Mischa Kuball, Donald Judd, Bruce Nauman, Gerhard Richter, Imi Knoebel u.a. - Werke, die nach den Gründungsjahren in die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst eingegangen sind.

Andreas Gursky, Ruhr-Universität Bochum, 1988

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2014
Barbara Grosse // Katharina Grosse //

15. Oktober 2014 – 1. Februar 2015 / verlängert in veränderter Hängung bis 6. April 2015

Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Beide Künstlerinnen, Barbara und Katharina Grosse, arbeiten prozessual. Sie befragen Möglichkeiten und Bedingungen von Druckgrafik und Malerei und experimentieren mit grafischen bzw. malerischen Verfahrensweisen. Die eine bewegt sich in der Fläche, die andere auch im Raum.
Barbara Grosses (*1938 in Stuttgart) Medium ist die Grafik. Sie bearbeitet PVC- oder Zink-Platten; in ihren Drucken erscheinen schwarze Linien und Formverläufe auf weißem Grund. Sie lässt sich auf Zufälle ein, die sich beim Zeichnen und Radieren ereignen. Gestische Spuren, Kratzer oder sogar Korrosionen verändern ihre Druckplatten und setzen bewusst gesetzte Linien mit der Widerständigkeit des Materials in Beziehung. Der zeichnerische und grafische Prozess wird so visuell nachvollziehbar und sichtbar.
Katharina Grosse (*1961 in Freiburg im Breisgau) experimentiert in ihren Arbeiten mit den Möglichkeiten der Malerei. Sie konterkariert traditionelle Auffassungen des Mediums, das Zusammenspiel von Figur und Grund, und lässt sich mit unterschiedlichen Formen des Farbauftrages auf die Realität und die Dynamiken malerischer Prozesse ein. Dabei kommen unterschiedliche Farbträger zum Einsatz. Die Malerin sprayt beispielsweise vielfarbige, leuchtende Acrylfarben auf Bildflächen sowie auf Böden, Wände und Decken und verwandelt so auch Architektur in Malerei.
Die Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum setzt Werke der beiden Künstlerinnen im Museum moderner und zeitgenössischer Kunst auf dem Campus in Beziehung.

Katharina Grosse: Ohne Titel, 2013

Barbara Grosse 9797


Gestern die Stadt von morgen

Ein Ausstellungsprojekt der Urbanen Künste Ruhr und der RuhrKunstMuseen

22. Juni – 7. September 2014
in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst,
Kunstmuseum Mülheim/Ruhr
Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Das Ausstellungsprojekt richtet einen aktuellen Blick auf die gebauten urbanen Zukunftsvisionen der 1960er- und 1970er-Jahre im Ruhrgebiet. Die wirtschaftlich-technologische, soziale und ästhetische Aufbruchstimmung der 1960er- und frühen 1970er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ist bis heute in den Städten des Ruhrgebiets ablesbar. Die Ruhr-Universität Bochum, das Rathaus in Marl und das City-Forum in Mülheim/Ruhr verkörpern exemplarisch die zeittypische modernistisch-futuristische Grundhaltung dieser Zeit. Wie lebt sich heute mit den gestrigen Utopien der Architektur, die mittlerweile Teil der jüngsten Baugeschichte des Ruhrgebiets geworden sind? Und wie blicken Künstlerinnen und Künstler heute auf die gebauten Zukunftsvisionen der 1960er- und 1970er-Jahre, die Modernität und Wandel in der jungen Bundesrepublik verkörpern sollten?
Das Ausstellungsprojekt, eine Kooperation der Urbanen Künste Ruhr und dem Netzwerk der RuhrKunstMuseen, macht das Stadtzentrum in Marl, die Ruhr-Universität Bochum und das Forum City in Mülheim/Ruhr zum Gegenstand dieser Fragen. Temporäre Kunstwerke im öffentlichen Raum von Martin Kaltwasser, Konsortium (Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch), Michaela Mélian, Denise Ritter, Corinna Schnitt und Nico Joana Weber reflektieren die Architekturutopien.
Gleichzeitig stattfindende Ausstellungen zum Thema in den drei beteiligten RuhrKunstMuseen vertiefen die Auseinandersetzung mit der Frage nach der Gegenwart und Zukunst der modernistischen Utopien.

Zur Ausstellung in den Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst:
Die Architektur der Ruhr-Universität Bochum und die Kunstsammlungen der RUB stehen symbolisch für den gesellschaftlichen Aufbruch der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die Ausstellung reflektiert die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der modernistischen, fortschrittsorientierten Visionen. Fotografien von Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Axel Hütte thematisieren den Campus der Universität und untersuchten die Sichtbarkeit bzw. das Unbewußte aufgenommener Stadtlandschaften. Lars Breuer, Frauke Dannert, Sebastian Freytag und Guido Münch verweisen auf Zeichensysteme der Vergangenheit und fragen in kritischer Wiederaufnahme nach deren Aktualität. Ein Video von Corinna Schnitt dokumentiert eine Aktion in Mülheim/Ruhr, Aufnahmen der Stadt mit einer Drohne, und die Künstlerin und Architektin Apolonija Šusteršič stellt Konzeptideen für ein geplantes partizipatorisches Projekt für die Ruhr-Universität Bochum aus. Mit einem Architekturmodell aus dem Jahr 1978 sowie Modellen eines 2009 realisierten Architektur-Wettbewerbs zum Umbau der Bochumer Universität wird darüber hinaus die architektonische Vergangenheit und die Zukunft der ersten Campusuniversität in Deutschland anschaulich.
 
Booklet zum Ausstellungsprojekt:
Download:
http://archiv.urbanekuensteruhr.de/downloads/doctrine/RuhrtriennaleUrbaneKuensteRuhrWebsiteBundle:MediumDownload-datei-46/UKR_GesternDieStadtVonMorgen_Booklet_webansicht.pdf

Link zu den RuhrKunstMuseen

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2013
Egbert Trogemann: AUDIENCE

14. November 2013 - 25. Mai 2014
Eine Ausstellung des Museums moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Die Ausstellung „Egbert Trogemann: AUDIENCE“ ermöglicht Blicke auf und hinter die Kulissen von TV-Show-Produktionen. Egbert Trogemann hat in mehreren Ländern Momente kurz vor Beginn von Fernsehaufzeichnungen genutzt, um im Rahmen einer Werkserie Studios und das dort anwesende Publikum zu fotografieren. Seine „Audience“-Fotografien, die erstmals in einer monografischen Ausstellung präsentiert werden, zeigen anschaulich, wie sich Ausstattung und Publikumseinsatz je nach Show-Formaten im Verlauf der Zeit und mit wechselnden Ausstattungen oder an unterschiedlichen Orten voneinander unterscheiden. Für einige Talkshows reichen Stühle für Gäste, Moderatoren und Zuschauer, andere integrieren das Publikum in künstlich geschaffene Bühnenbilder.
Die Frage nach der Bedeutung und der Rolle des Publikums ist auch für Kunstmuseen von großer Aktualität. Dass der Tourismus die Museumsbesucher verändert hat, zeigen beispielsweise die Fotografien von Thomas Struth. Egbert Trogemann hält den Besuchern auf eine andere Weise den Spiegel vor Augen. Er zeigt, wie das Live-Publikum in Fernsehstudios für ein Massenpublikum in Szene gesetzt wird. Indem er die „Audiences“ als Teil eines Sets präsentiert, legt er gleichsam die Rahmenbedingungen offen, die die Wahrnehmung von Zuschauern formen. Seine Aufnahmen sind so ausgesprochen erhellend: Da er die normalisierten, durch das Fernsehen geprägten Vorstellungen von einer Show dekonstruiert, ermöglicht er ein über ein Wiedererkennen hinausweisendes Sehen, für das ein Kunstmuseum wiederum die besten Rahmenbedingungen bereitstellt.

Katalog zur Ausstellung: Egbert Trogemann: AUDIENCE. Mit Beiträgen von Bojana Pejic, Ulrike Haß, Friederike Wappler, Roger Willemsen, Hatje/Cantz, Ostfildern 2013

Ausstellung und Publikation werden gefördert durch:

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Egbert Trogemann, Hart aber fair, Köln, 2006, C-Print, (c) Egbert Trogemann/VG Bild-Kunst, Bonn 2013


Franz Erhard Walther. Perpetuum mobile. Lager · Sockel · Handlung

25. April - 1. September 2013
Eine Ausstellung des Museums moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB - im Kubus von Situation Kunst

Franz Erhard Walther gehört zu den international bedeutenden Bildhauern, die mit ihren Arbeiten die Kunst maßgeblich verändert haben. Mit seinen Werksätzen, die aus Betrachter*innen Teilnehmer*innen machen, gilt er als ein Pionier der Partizipationskunst. Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität präsentiert raumbezogene und grafische Arbeiten. Sie zeigen, dass er die Kunstproduktion und -rezeption als einen permanenten Prozess begreift: aus Lagerformen werden Werke, die als Sockel dienen können oder zu Handlungen animieren.
Walther studierte Anfang der 1960er-Jahre mit Gerhard Richter und Sigmar Polke bei Karl Otto Götz an der Düsseldorfer Kunstakademie. Während sich Richter und Polke an der Pop Art orientierten und Joseph Beuys wichtige Impulse von der Fluxus-Bewegung aufnahm, entwickelte Franz Erhard Walther seine künstlerische Sprache im Umfeld der US-amerikanischen Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre.
In der amerikanischen Kunst dieser Zeit ging es darum, den europäischen Werkbegriff zu verabschieden. Künstler wie Richard Serra oder Robert Morris experimentierten ebenso wie die Tänzerinnen und Tänzer des „Neuen amerikanischen Tanzes“ mit einfachen Handlungen. Das Publikum wurde in den Prozess der künstlerischen Aktion einbezogen. Hier setzt Walthers Fragestellung an.
Viele internationale zeitgenössische Künstler, wie beispielsweise Tino Seghal oder Santiago Sierra, beziehen sich in ihrer Arbeit ausdrücklich auf ihn. Und international renommierte Ausstellungsinstitutionen wie die Dia Art Foundation (2010-12) oder das Museum of Modern Art in New York (2012-13) unterstreichen mit Ausstellungen und Werkvorführungen die Bedeutung seiner Arbeit für die zeitgenössische Kunst.
Diese Aktualität wird auch in der Ausstellung "Franz Erhard Walther - Perpetuum mobile: Lager · Sockel · Handlung" deutlich. Ortsspezifische Installationen und Zeichnungen führen zentrale Aspekte der Arbeit von Franz Erhard Walther vor Augen und machen den transitorischen Status von Gegenständen in seinem Werk deutlich. Je nach Einbindung und Gebrauch verwandeln sie sich von Lagerformen zu Werkformen und zu Objekten, die zu Handlungen einladen und als Sockel für Akteure fungieren. So dienen Werkstücke aus den Jahren 1969 bis 2003 als Elemente für eine neue ortsbezogene Installation. Walthers Schreit- und Standstücke ermöglichen neue Raum- und Werkerfahrungen: Die Besucher werden eingeladen, sich auf ihnen zu bewegen und so die Objekte, den Raum und auch die Beziehung zueinander sowie zu anderen Akteuren neu zu erfahren. Korrespondierend dazu veranschaulichen Zeichnungen den prozessualen Charakter von Walthers handlungsbezogener künstlerischer Arbeit.

Kuratorische Leitung: Dr. Friederike Wappler
Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler erarbeitet. Studierende der Kunstgeschichte wurden und werden in der Masterphase ihres Studiums in den Prozess der Ausstellungsrealisation und in deren Vermittlung einbezogen.

Katalog zur Ausstellung: Franz Erhard Walther: Perpetuum mobile. Lager · Sockel · Handlung / Storage · Pedestal· Action, hrsg. von Friederike Wappler, Richter/Fey Verlag: Düsseldorf 2013
Mit Beiträgen von Franz Erhard Walther und Friederike Wappler sowie von Stefan Krämer, Anna. M. Storm, Thorsten Schneider, Alexandra Fuchs, Pia Honikel, Kathrin Nentwich, Maika Letizia Wolff.

Mit freundlicher Unterstützung
des Fördervereins Situation Kunst - Haus Weitmar e.V.
und der NATIONAL-BANK A.G., Essen

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Franz Erhard Walther, Schreitsockel und Standstücke, 1975


Daniel Glaser/Magdalena Kunz "VOICES", 2008

10. März – 18 April 2008
In den Kunstsammlungen der RUB

Die Arbeit "VOICES" des Schweizer Künstlerduos Daniel Glaser und Magdalena Kunz zeigt sechs animierte Figuren im Gespräch. Ihre Äußerungen basieren auf einem Gedankenaustausch der Künstler*innen mit Schriftsteller*innen aus Kapstadt. Sie sprechen über Südafrika, das Leben in den Townships, über ihre Hoffnungen und ihre Ängste und ihre Sehnsucht nach einem politischen und sozialen Wandel.
Die Arbeit entstand 2008 während eines „Artist-in-residence“-Aufenthalts von Daniel Glaser und Magdalena Kunz in Kapstadt. Hier arbeiteten die beiden Künstler*innen gemeinsam mit dort lebenden Schriftsteller*innen und Schauspieler*innen. Die kinematografischen Skulpturen sind den realen Vorbildern nachempfunden. Mittels technischer Präzision werden sie scheinbar zum Leben erweckt. Die Video-Installation vergegenwärtigt auf diese Weise die mehrstimmigen Erzählungen, die vom Leben in Südafrika berichten

In Kooperation mit

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http://www.c60collaboratorium.de/

Glaser, Kunz

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2012
ANTI-ILLUSION. OBJEKTE. PROZESSE Werke der Kunstsammlungen der RUB/Sammlung Moderne

20. Juli - 11. November 2012
Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB
 
Die Ausstellung „Anti-Illusion. Objekte. Prozesse“ zeigt einen markanten Schwerpunkt der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Sie macht den für die Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre signifikanten AUsstieg aus dem traditionellen Bild und das historisch neue Interesse an "wirklichem Raum", an Objekthaftigkeit und Prozessualität anschaulich.
EInRundgang durch die aktuelle Sammlungspräsentation zeigt anschaulich, wie sich Maler wie Lucio Fontana, Gotthard Graubner oder Frank Stella mit der Krise der Malerei auseinandergesetzt haben. Jan J. Schoonhovens Reliefs und Donald Judds „Spezifische Objekte“ thematisieren wirklichen Raum, Richard Serras „Right Angle Prop“ zeigt, wie sich zwei Formen gegenseitig stabilisieren und Werke von Gerhardt von Graevenitz und Ernst Herrmanns untersuchen sich verändernde Beziehungen von Objekt, Raum und Betrachter.
Darüber hinaus zeigen Werke von George Warren Rickey, Yaacov Agam, Joseph Beuys und Günther Uecker, dass die bildende Kunst in den 1960er- und 1970er-Jahren zeitlich organisierte Prozesse in die Kunst integriert. Künstler*innen überschreiten die bis dahin gültigen Gattungsgrenzen. Sie interessieren sich für die realen, physischen Bedingungen ihres Handelns und fordern Betrachter*innen, die sich aktiv und auch körperlich präsent beteiligen und Kunst so anders als zuvor wahrnehmen. Diese Tendenz wird schon im Blick auf die Installtion Alberto Giacomettis „Diego“ deutlich.

Die Ausstellung ist Teil eines Projekts der RuhrKunstMuseen zum Thema „Performance/Aktion/Prozessualität". Das Schwerpunktthema wurde durch die diesjährige RuhrTriennale angeregt. Heiner Goebbels hat mit seinem Programm für die RuhrTriennale 2012 den Blick auf John Cage und Fluxus gelenkt, darauf, dass Musik, Theater und bildende Kunst in diesem Kontext interdisziplinär, performativ und prozessual agieren.  

An dem Projekt beteiligt sind: die RuhrTriennale und das Folkwang Museum in Essen, das Museum moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum mit „ANTI-ILLUSION. OBJEKTE. PROZESSE“, das Kunstmuseum Bochum mit „Inge Baecker Bochum – Fluxus Ruhrgebiet“ und das Museum Ostwall im Dortmunder U mit „Fluxus – Kunst für Alle“.

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2011
Fotografien aus der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst

August 2011 bis November 2012

Eine Sammlungspräsentation des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Lagen Schwerpunkte der Gründungsammlung moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der RUB im Bereich der Malerei und Skulptur, so waren Ausstellungen in den 1990er- und beginnenden 2000er-Jahren wie „Bernd und Hilla Becher: Industriephotographie“ (1994) und „Ansicht Aussicht Einsicht. Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Thomas Struth. Architekturphotographie“ (2000) Anlass, einen weiteren Sammlungsschwerpunkt auf- und auszubauen, der sich auf Tendenzen in der Photographie seit den 1970er-Jahren konzentriert.
Die aktuelle Sammlungspräsentation gewährt einen Überblick über diesen Bestand, zu dem ebenso Industriephotographien von Bernd und Hilla Becher gehören wie großformatige und medienreflexive Aufnahmen u.a. von Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Thomas Struth und Mischa Kuball.

Vgl. dazu Kataloge vorheriger Ausstellungen:
Bernd und Hilla Becher: Industriephotographie, hrsg. von Monika Steinhauser und Kai-Uwe Hemken, Richter Verlag: Düsseldorf 1994; Ansicht Aussicht Einsicht. Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Thomas Struth. Architekturphotographie, hrsg. von Monika Steinhauser und Ludger Derenthal, Richter Verlag: Düsseldorf 2000; Mischa Kuball: Utopie/Black Square 2001ff., hrsg. von Monika Steinhauser und Kai-Uwe Hemken, Revolver/Archif für aktuelle Kunst, Frankfurt/Main 2004.

Axel Hütte, Brücke Oberhausen, 1998

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2010
THOMAS STRUTH

2. Dezember 2010 - 10. April 2011
Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB - im Kubus von Situation Kunst

Die Bildsprache des Fotografen Thomas Struth gründet auf einer intensiven Auseinandersetzung mit des Künstler mit den medientheoretischen Schriften Walter Benjamins sowie der Gestaltpsychologie und Phänomenologie. Nicht allein die Fragen einer die Wirklichkeit objektivierenden Fotografie sind für seine fotografische Haltung bedeutsam; erklärtermaßen bezieht er sich auch auf die Minimal Art und Conceptual Art. Er fragt, wie Fotografien wahrgenommen werden und welche Bedeutung Räume und Institutionen - wie beispielsweise Museen - fpr die Rezeption von Kunst haben.
„Thomas Struth im Kubus der Situation Kunst“ ermöglicht eine ganz besondere Kontextualisierung dieser Fragestellung. Raumbezogene Präsentationen sind für das Gesamtensemble der Situation Kunst bestimmend. Hier befinden sich u.a. Environments von Richard Serra und Maria Nordman. Dieses postminimalistische Umfeld berührt eine im Werk von Thomas Struth angelegte Spezifik: Es bietet einen Reflexionsraum für die Wechselbeziehung von Fotografien und Raum, an der der Künstler in besonderer Weise interessiert ist.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines museumsreflexiven Ausstellungsprojektes, das Dr. Friederike Wappler mit Studierenden der Kunstgeschichte und in Zusammenarbeit mit Thomas Struth realisiert hat.

Es schließt an folgende Publikationen an:
Friederike Wappler: Thomas Struth. Pictures of Paradise, (Schriften des Museums für Gegenwartskunst Siegen, Bd. 4, Hrsg. Martina Dobbe, Eva Schmidt), Siegen 2007; Thomas Struth: Texte zum Werk von Thomas Struth, hrsg. von Hans Rudolf Reust, James Lingwood, Schirmer/Mosel, München 2009, mit dem Beitrag: Friederike Wappler: „Jenseits der symbolischen Form. Thomas Struths ‚Pictures of Paradise’“.


Mischa Kuball: NEW POTT. 100 Lichter / 100 Gesichter

28. Oktober 2010 - 10. Juli 2011

Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Wie lässt sich die von Multikulturalität geprägte „Metropole Ruhr" künstlerisch darstellen? Mischa Kuball hat sich dieser Fragestellung mit einem partizipatorischen Projekt gestellt. 2010, im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010, realisierte er die Arbeit "NEW POTT. 100 Lichter / 100 Gesichter". Er bezog 100 Menschen aus 100 unterschiedlichen Herkunftsländern, die 2010 in der Region lebten, in das Projekt ein.

Der Konzept- un Medienkünstler besuchte sie und ihre Familien, er schenkte ihnen eine Lampe, die auch zukünftig ihre Privaträume erhellen wird. Ihre Wohnungen wurden so zu Bühnen, zu Orten von Begegnungen, eines realen und symbolischen Austausches. Mit Egbert Trogemann hat Mischa Kuball die Gespräche per Video aufgezeichnet und die Teilnehmer*innen in ihren privaten Umfeldern fotografiert. Dieses Material ging in seine multimediale Installation „NEW POTT“ ein. Sie wurde im Kulturhauptstadtjahr in den Kunstsammlungen der RUB, im Museum moderner und zeitgenössischer Kunst, gezeigt.

Zum 50. Geburtstag der Ruhr-Universität Bochum 2015 wurde „Mischa Kuball: NEW POTT“ erneut als Ausstellung des Museums moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der RUB gezeigt. Dieses Mal im "German House" in New York ausgestellt (siehe entsprechenden Eintrag 2015).

Kuratorin beider Ausstellungen: Dr. Friederike Wappler

Zur Ausstellung "Mischa Kuball: NEW POTT" in Bochum und im Anschluss an die Tagung "NEW RELATIONS IN ART AND SOCIETY" im Januar 2011 erschienen folgende Bücher:

NEW POTT. Neue Heimat im Revier, hrsg. von Mischa Kuball und Harald Welzer, Christoph Keller Editions/ JRP Ringier Verlag, Zürich 2011. Mit Beiträgen der Teilnehmer*innen. 

New Relations in Art and Society/ Neue Bezugsfelder in Kunst und Gesellschaft, hrsg. von Friederike Wappler, Christoph Keller Editions/ JRP Ringier Verlag, Zürich 2011. Mit Beiträgen von Claire Bishop, Harald Welzer, Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner, Thomas Hirschorn/Jacques Rancière u.a.

Dokumentation der Ausstellung in New York:
Mischa Kuball: New Pott. 12/4/2015 - 1/31/2016, hrsg. von Friederike Wappler,
Kunstsammlungen der RUB, Bochum 2017.

Die Ausstellung in der Presse:

Der Spiegel, 22.8.2011
TAZ, 28.4.2012
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2011

Mischa Kuball, New Pott, 2010


SERIAL IMAGERY. Grafische Serien der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum und "ECHO" von Sebastian Freytag

20. Mai - 22. November 2010
Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Im Grafikjahr 2009 präsentierte das Museum moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der RUB grafische Serien aus dem Bestand. Eine Tendenz in der Kunst der Nachkriegsmoderne und in der Op Art wurde so anschaulich: Künstler wie Joseph Albers, Wolfgang Ludwig oder Victor Vasarely arbeiteten auch im Medium der Grafik seriell. 

Das den ausgestellten Werken zugrunde liegende Prinzip der Bildserie, hat Sebastian Freytag in einer die Ausstellung flankierenden Aktion in den Kunstsammlungen und auf dem Campus aktualisiert. Er hat Bildfolien von Werken der Sammlung kopierend "angeeignet" und zum Material seiner appropriierenden Installation "Echo" gemacht. Dabei nahm er das Prinzip der Reproduzierbarkeit von Grafiken wörtlich. Er kopierte massenhaft Bilder von Bildern aus dem Sammlungskatalog und nutzte sie zur Produktion von Plakaten, die er – ergänzend und im Wettbewerb mit Ankündigungen und Werbungen, die ständig auf dem Campus neu plakatiert werden – in den Kunstsammlungen und auf dem Campus installiert hat.
Reflexiv wurde so die Frage nach einer künstlerischen „Aneignung“ der Bild- und Architektursprache der Nachkriegsmoderne, die die Universität ebenso wie die in die Kunstsammlung eingegangene „Sammlung Moderne“ geprägt hat. Sebastian Freytag hat sie mit „ECHO“ kommentiert und aktualisiert.

Das Projekt ist das Ergebnis eines sammlungsreflexiven Ausstellungsprojektes, das Dr. Friederike Wappler mit Studierenden der Kunstgeschichte sowie den Fachschaften der RUB und in Zusammenarbeit mit Sebastian Freytag realisiert hat.

Katalog und Künstlerbuch zur Ausstellung:
Sebastian Freytag: SERIAL IMAGERY | ECHO, hrsg. von Friederike Wappler, extra verlag, Berlin 2010.

Ausstellung Echo Echo, Sebastian Freytag


DIE SAMMLUNG MODERNE

29. April - 17. Oktober 2010
Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst

2010 haben sich zwanzig Museen zwischen Duisburg und Unna zu dem Netzwerk der RUHR KUNST MUSEEN (www.ruhrkunstmuseen.de) zusammengeschlossen. Jedes Haus hat ein eigenes Profil, so auch die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 treten die Museen erstmals gemeinsam auf präsentieren als RuhrKunstMuseen ihre Sammlungsschwerpunkte.
Im Museum moderner und zeitgenössischer Kunst der Kunstsammlungen der RUB führt die Sammlungspräsentation mit dem Titel "DIE SAMMLUNG MODERNE" in die Geschichte und Gegenwart der universitären Kunstsammlung ein.

RuhrKunstMuseen. Die Sammlung, hrsg. von den RuhrKunstMuseen und RUHR.2010, Hatje/Cantz: Ostfildern 2010
Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Campusmuseum. Sammlung Moderne, hrsg. von Friederike Wappler und Richard Hoppe-Sailer, Richter Verlag: Düsseldorf 2008.

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2009
ULRICH RÜCKRIEM. Zeichnungen und Modelle

4. Dezember 2009 - 11. April 2010
Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst

Die Ausstellung gewährt Einblicke in das Archiv Ulrich Rückriem der Ruhr-Universität Bochum.
Sie zeigt jüngste Arbeiten Ulrich Rückriems auf Papier: farbige Fortführungen seiner Werkgruppe "Freie Figurationen". Sie stehen im engen Zusammenhang zu einem Wandbild, das der Künstler für das Veranstaltungszentrum der Universität realisiert und am 4. Dezember 2010 als Schenkung übergeben hat. Modelle, Zeichnungen, Grafiken und Projektskizzen aus dem Künstlerarchiv sowie ca. 100 Exponate aus dem Besitz des Künstlers veranschaulichen den Zusammenhang zwischen Skulptur und Zeichnung im Werk Ulrich Rückriems.

Eine Ausstellung des Archivs Ulrich Rückriem, realisiert von Dr. Dorothee Böhm mit Studierenden der Kunstgeschichte. 

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2008
RENDEZ-VOUS MIT DEM REALEN. Die Spur des Traumas in der Kunst

30. Oktober 2008 - 15. Februar 2009
Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB 
Mit einer Tagung zum Thema in der Situation Kunst.

Die Ausstellung stellte sich der Frage, ob und wie Krisen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts künstlerisch reflektierbar und darstellbar sind. Sie zeigte Werke von Gerhard Richter, Jochen Gerz und Christian Boltanski, die sich mit der visuellen Repräsentation von Zweitem Weltkrieg und Holocaust auseinandergesetzt haben, Arbeiten von Bruce Nauman, die auf den Vietnam-Krieg anspielen, Desaster-Bilder von Andy Warhol und Nachtbilder von Thomas Ruff, die mit im Krieg verwandte Medientechnologien arbeiten.

Parallel zur Ausstellung fand vom 31. Oktober bis 1. November 2008 eine fächerübergreifende Tagung mit dem Titel "Rendez-vous mit dem Realen. Trauma in Literatur, Film und Kunst" nach. Sie untersucht, welchen Beitrag die Künste zur Trauma-Theorie leisten. Mit Beiträgen von Aleida Assmann (Literaturwissenschaft, Konstanz) , Anja Schwarz (Literaturwissenschaft, Konstanz), Gerald Schröder (Kunstgeschichte, Bochum) , Friederike Wappler (Kunstgeschichte, Bochum), Joachim Paech (Medienwissenschaft, Konstanz), Hans Markowitsch (Physiologische Psychologie, Bielefeld) , Andreas Kraft (Literaturwissenschaft, Konstanz) und Karolina Jeftic (Literaturwissenchaft, UBS Wolfsburg).
Zur Tagung siehe auch: https://situation-kunst.de/en/events/symposia/rendez-vous-mit-dem-realen/

Die Veranstaltung wurde gefördert vom Exellenzcluster "Kulturelle Grundlage von Integration", Universität Konstanz, dem Förderverein Situation Kunst (für Max Imdahl) und das Rektorat der Ruhr-Universität Bochum. 

Projektleitung: Dr. Friederike Wappler

Publikation im Anschluss an die Ausstellung und die Tagung:
Rendezvous mit dem Realen. Die Spur des Traumas in den Künstlen, hrsg. von Aleida Assmann, Karolina Jeftic, Friederike Wappler, Transcript Verlag, Bielefeld 2014

Rendezvous mit dem Realen Plakat

Timm Ulrichs "Im Visier"

April - Juni 2008
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in der Situation Kunst. Projektleitung: Dr. Friederike Wappler

Im Wissen um die historischen Avantgardebewegung fragt Timm Ulrichs seit den frühen 1960er Jahren nach Anschlüssen in der Gegenwartskunst. Im Wissen um die "Ideenkunst" Marcel Duchamps und der "Conceptual Art" Sol LeWitts reflektiert er Möglichkeiten, sein Leben, seinen Alltag, seinen Körper etc. zum Subjekt und Objekt seiner Kunst macht. Mit seiner künstlerischen Arbeit überschreitet er bewusst Genregrenzen: Er verfasst konkrete Poesie, agiert als Performancekünstler, arbeitet bildhauerisch und stellt sich als "Erstes lebendes Kunstwerk" aus. Dass sein künstlerisches Spiel dabei Realität und Fiktion verschränkt, zeigt beispielhaft seine Augenlid-Tätowierung "The End". In der Ausstellung "Im Visier" reflektiert er mit ausgewählten Arbeiten, dass und wie sein apparatives "Ins-Visier-Nehmen" ihn als Sujet fotografischeru nd filmischer Aufnamen "betrifft". 

Mit einem Vortrag des Künsters am 29. April 2008. 

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2007
THOMAS KOHL: Wie aus Farbe Landschaft wird

30. November 2007 - 2. März 2008
Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Landschaftsmalerei heute? Was auf den ersten Blick historisch obsolet erscheint, greift Thomas Kohl (geb. 1960) auf, um zu erproben, was Malerei gegenwärtig noch sein kann. Als Meisterschüler Gerhard Richters interessiert auch ihn eine Fragestellung, die sein Lehrer im Rückgriff und in Auseinandersetzung mit der Fotografie untersucht: Gibt es heute noch Möglichkeiten einer zeitgemäßen Landschaftsmalerei? Anders als Gerhard Richter benutzt er Bilder aus der Presse, aus Werbung und dem Internet, um sie als medialisierte öffentliche Erinnerungsbilder mit Motiven aus der Kunstgeschichte und Landschaftseindrücken zu verschränken. Dabei geht es ihm nicht darum, ideale oder topografisch genaue Landschaftsbilder zu produzieren, sondern um die Frage, wie aus Farbe Bilder konstruiert werden können, die Landschaftsassoziationen freisetzen und zugleich ihr Gemachtsein offen legen. In seriellen Arbeiten zeigt er, dass diese Auseinandersetzung nur prozessual geschehen kann und dass es für eine Bildvorstellung nicht nur eine, sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt. Die Ausstellung in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum zeigt Arbeiten des Künstlers aus den letzten zehn Jahren, latente Landschaftsbilder, die anschaulich zeigen, dass Malerei Landschaftsbilder evozieren und zugleich malerisch unterlaufen kann.
Die Ausstellung und der Katalog "Thomas Kohl: Wie aus Farbe Landschaft wird" sind das Ergebnis eines museumspraktischen Projekts, das Dr. Friederike Wappler mit einer Gruppe Studierender und in enger Zusammenarbeit mit Thomas Kohl realisiert hat.

Katalog zur Ausstellung:
Thomas Kohl: Wie aus Farbe Landschaft wird, hrsg. von Friederike Wappler, Wuppertal 2007.

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2006

Filme von und über Richard Serra

Mai/Juni 2006
Ausstellung und Tagung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in der Situation Kunst

In den ausgehenden 1960er- und beginnenden 1970er- Jahre experimentierte Richard Serra mit zeitbasierten Prozessen. Er experimentierte mit bildhauerischem Material und produzierte Filme und Videos wie "Hand Cathing Lead" (1968) oder "Color Aid" (1970/71). Die Ausstellung zeigte Filme und Videos des Künstlers und zugleich Filme über ihn. Zu sehen waren drei Featurefime, in Serras Arbeit seit 1979 in Szene gesetzt haben, für das Fernsehen produzierte Filme von Viktoria von Flemming "Fall aus dem Rahmen" (1979), Inge Classen "Richard Serra: Bildhauer - Filme" (1995) und Maria Anna Tappeiner "Thinking on your Feed" (2005).

Zur Tagung: 

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2005
Für Albert Schulze Vellinghausen

Eine Sammlungspräsentation des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB in Erinnerung an Albert Schulze Vellinghausen.
Mit einer Gedenkfeier für ASV zum 100. Geburtstag am 21. Juli 2005.

ASV, so das journalistische Kürzel des Kritikers, war seit 1953 als Kritiker der FAZ tätig. Im Nachkriegsdeutschland setzte er sich als Sammler und Kritiker in besonderer Weise für die kulturelle Entwicklung des Ruhrgebiets ein. 1967 verfügte er testamentarisch, dass er einen Großteil seiner Sammlung, Werke u.a. von Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Josef Beuys, Lucio Fontana, Otto Piene, Gunther Uecker, Victor Vasarely und Cy Twombly, der Ruhr-Universität vermachte, wenn die Universität einen adäquaten Ort der musealen Präsentation schaffen würde und die Sammlung kontinuierlich in die jeweilige Gegenwart fortschreiben würde. 
Eine Sammlungspräsentation zeigte ausgewählte Werke aus der Gründungssammlung. Mit einer Gedenkfeier wurde an den Begründer der Kunstsammlungen der RUB erinnert.

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2002

Mischa Kuball: Utopie/Black Square 2001ff

Eine Ausstellung des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB in Erinnerung an Albert Schulze Vellinghausen

Mit der Ausstellung "Utopie/Black Square 2011ff" bezog sich der Künstler Mischa Kuball auf das gesellschaftspolitische Projekt der Russischen Avantgarde. Er eignete sich mit Verfahren der Appropriation Art Bilder aus dem Katalog "Die Große Utopie" an, einer Ausstellung, die 1992 in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt stattgefunden hatte. Mit seinen Fotografien bereits publizierter Bilder machte er die reproduzierende Bezugsnahme selbst thematisch. Er präsentierte run 100 Fotografien und Videos in den Räumlichkeiten der Kunstsammlungen auf dem Campus und somit im Kontext der Sammlung Moderne, an einem Ort, der mit den gesellschaftlichen Visionen der Nachkriegsmoderne eng verbunden ist. 

Die Ausstellungen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler erarbeitet. Projektleitung: Prof. Dr. Monika Steinhauser und Dr. Kai-Uwe Hemken. 

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Ältere Ausstellungen

ANSICHT AUSSICHT EINSICHT
ANDREAS GURSKY, CANDIDA HÖFER, AXEL HÜTTE, THOMAS RUFF, THOMAS STRUTH. ARCHITEKTURPHOTOGRAPHIE

19. Januar – 12. März 2000

Eine Ausstellung im Museum Bochum (in Zusammenarbeit mit Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenossischer Kunst vom 19. Januar bis zum 12. März 2000 und in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig vom 2. April bis zum 28. Mai 2000.

Die in dieser Ausstellung präsentierten Fotografien von Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth arbeiten an einer kritischen Beschreibung der Welt. Ihre Skepsis, an der fähigkeit der Fotografie, Realität abzubilden, festhalten zu können, führte sie zu neuen Interpretationen des dokumentarischen Ansatzes. Indem sie nach den Möglichkeiten der Architekturfotografie fragen und Perspektiven verrücken, erzeugen sie neue Bilder von Bildern der Wirklichkeit. So lässt ihre Auseinandersetzung mit den formalen Mitteln der Bildsprache das Dokumentariesche zu "schlichten Rethorik" werden. 

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Künstler*innen erarbeitet. Projektleitung: Prof. Dr. Monika Steinhauser und Dr. Ludger Derenthal. 

Katalog: Aussicht Einsicht. Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Thomas Struth. Architekturphotographie, hrsg. von Monika Steinhauser und Ludger Derenthal, Richter Verlag: Düsseldorf 2000.

 

 

 

FARBE. FORM. GEOMETRIE. Konkrete Kunst aus den Beständen der Kunstsammlungen
28. Januar - 16 April 1998

Eine Sammlungspräsentation des Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in den Kunstsammlungen der RUB

Mit Werken von Josef Albers, Antonio Calderara, Adolf Fleischmann, Günter Fruhtrunk, Gerhard von Graevenitz, Wolfgang Ludwig, Almir Mavignier.
28. Januar - 26. April 1998
Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst

 

 

 

inter-medial.
Videos von Valie Export, Jochen Gerz, Bruce Nauman und Marcel Odenbach

16. Januar - 23. Februar 1997

Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst
Projektleitung: Dr. Kai-Uwe Hemken

 

 

 

DIE RUHR-UNIVERSITÄT. Denkwürdige Architektur?
12. Juni - 14. Juli 1996

Die Ausstellung reflektierte die Architektur der Ruhr-Universität Bochum im Kontext der Formensprache der Moderne. Sie fragte, wie der Bau, der längst ein Dokument einer vergangenen Epoche geworden ist, ein Gebäude, das zukungftsorientiert angelegt war, historisch erfasst werden kann. 

Projektleitung: Prof. Dr. Bruno Klein

Lit. Bruno Klein: Denkwürdige Architektur. die Ruhr-Universität in Bochum und die architektonische Modern, in: Die Bauverwaltung: Bauamt & Gemeindebau, 70 (1997), S. 492-493.

 

 

 

Joseph Beuys. Druckgrafik
25. Januar – 10. März 1996
Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst
Projektleitung: Dr. Kai-Uwe Hemken

 

 

 

FELIX DROESE.
Ich bin tot, weil ich dumm bin.
Ich bin dumm, weil ich tot bin.

19. Oktober – 10. Dezember 1995
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst

Ein Projekt mit Studierenden der Kunstgeschichte. Projektleitung: Dr. Kai-Uwe Hemken
Katalog: Felix Droese: "Ich bin tot, weil ich dumm bin, ich bin dumm, weil ich tot bin", hrsg. von Kai-Uwe Hemken, Bochum 1995

 

 

 

BERND UND HILLA BECHER. INDUSTRIEPHOTOGRAPHIE
1994
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Museum moderner und zeitgenössischer Kunst

Die Ausstellung thematisierte die Bildsprache der Architekturfotograf*innen.-
Ausstellung und Katalog reflektieren die Traditionslinien der künstlerischen Haltung. Untersucht wurden u.a. Zusammenhänge zur Industriedenkmalpflege sowie der Bedeutung der Neuen Sachlichkeit und des Documentary Styles für die Fotografien des Duos.

Ein Projekt mit Studierenden und Doktoranden der Kunstgeschichte. Projektleiteung: Prof. Dr. Monika Steinhauser und Dr. Kai-Uwe Hemken in enger Zusammenarbeit mit Bernd und Hilla Becher.

Katalog: Bernd und Hilla Becher: Industriephotographie, hrsg. von Monika Steinhauser und Kai-Uwe Hemken, Richter Verlag: Düsseldorf 1994

 

 

 

I AM YOU - Künstler gegen Gewalt
29. Juni – 31. Juli 1994

Ausstellung und Plakat-Aktion in den Kunstsammlungen der RUB und auf dem Campus der Universität. Projektleitung: Dr. Kai-Uwe Hemken